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Museen Industriekultur Historische Baudenkmäler und Stätten Brandenburgisches Textilmuseum Forst (Lausitz)

Sorauer Straße 37
03149 Forst (Lausitz)
Telefon

03562-97356

www.​textilmuseum-forst.​de
museumsverein-forst@​gmx.​de
Brandenburgisches Textilmuseum Forst (Lausitz) - Freizeit Rollstuhlfahrer Brandenburgisches Textilmuseum Forst (Lausitz) - Freizeit geistig behindert

Forst als blühende Industriestadt? Das Museum in der ehemaligen Tuchfabrik, Daniel Noack erzählt die unglaubliche und doch wahre Geschichte vom deutschen Manchester.

Wussten Sie, dass Forst in der Kaiserzeit das Zentrum der deutschen Textilindustrie war? Damals gab es in der Lausitzer Kleinstadt kaum eine Familie, die nicht in irgendeiner Weise mit der Herstellung von Stoffen zu tun hatte. Um die Jahrhundertwende arbeitete etwa jeder dritte der etwa 30 000 Forster in einer der rund 100 Fabriken! In den 1920er Jahren gab es schon über 400 Textilbetriebe in Forst. Deutsches Manchester wurde die Stadt folgerichtig genannt. Die Ära ist längst Vergangenheit. Doch ein sehenswertes Museum hält die Erinnerung wach. 

Die Geschichte der Tuchmacherei reicht in Forst – wie in der gesamten Niederlausitz – weit zurück. Schon Anfang des 15. Jahrhunderts war sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Die Umstellung auf Maschinenweberei im 19. Jahrhundert brachte den endgültigen Durchbruch. Forst exportierte seine Stoffe auch ins Ausland. Reichtum kam in die Stadt. Herrschaftliche Villen entstanden. Eine Stadteisenbahn wurde gebaut. Forst blühte auf.

Dann kam der Krieg. Und noch einer. Und beim zweiten verlief die Front direkt durch die Stadt. Am Ende der Kämpfe war Forst ein Trümmerfeld. Nach und nach erholte sich die Textilindustrie und wurde, integriert in die staatliche Planwirtschaft, bis zum Ende der DDR weitergeführt. Dann endete das glorreiche Kapitel vom deutschen Manchester endgültig.

Zahlreiche einstige Tuchfabriken sind heute noch erhalten. Es sind architektonisch reizvolle Ensembles aus Produktionshallen, Pförtnerhäuschen und Fabrikantenvillen. Eine davon ist die bis 1897 erbaute Fabrik Daniel Noack. Sie beherbergt heute das Brandenburgische Textilmuseum.

Die Dauerausstellung erzählt die Geschichte des Tuchmacherhandwerks, die eng mit der Geschichte der Stadt Forst verknüpft ist. In der sich anschließenden Schauwerkstatt werden handwerkliche und mechanische Prozesse der Tuchherstellung an historischen Handgeräten sowie an funktionstüchtigen historischen Maschinen gezeigt. Es ist einer der wenigen Orte der Niederlausitz, an denen heute noch fast täglich Webstühle rattern.
Tipps: 
Besucher erhalten im Museum eine Wegskizze für einen Spaziergang zur Stadt- und Industriegeschichte. Der Pfad führt zum Bahnhof der Stadteisenbahn, zu Fabrikantenvillen, zum Gebäude des Fabrikantenvereins und zur Stadtmühle.

Das Museum ist auch ein idealer Ausflugsort für Schulklassen. Es bietet ein umfangreiches museumspädagogisches Programm an, beispielsweise zum Prozess der Textilherstellung oder zum Thema Wandel der manuellen Fertigung zur industriellen Produktion von Textilien.

Öffnungszeiten

01.06.2018 - 30.09.2018
Montag 09:00h - 16:00h
Dienstag 10:00h - 17:00h
Mittwoch 10:00h - 17:00h
Donnerstag 10:00h - 17:00h
Freitag 10:00h - 17:00h
Samstag 14:00h - 17:00h
Sonntag 14:00h - 17:00h

Neue Öffnungszeiten ab 01.10.2018

01.10.2018 - 31.05.2019
Dienstag 10:00h - 17:00h
Mittwoch 10:00h - 17:00h
Donnerstag 10:00h - 17:00h
Freitag 14:00h - 17:00h
Samstag 14:00h - 17:00h
Sonntag 14:00h - 17:00h

Informationen für Gäste mit Mobilitätseinschränkungen Informationen für Gäste mit Mobilitätseinschränkungen

Kurz-Beschreibung

  • 1 ausgewiesene Behindertenparkplatz vorhanden
  • Zugang Innenbereich: stufenlos
  • Gästetoilette für Gäste mit Mobilitätseinschränkungen stufenlos erreichbar. Türbreite: 89cm, Bewegungsfläche vor dem WC: 54cm x 163cm, rechts: 0cm x 0cm, links: 84cm x >150cm, Haltegriffe vorhanden
Besonderheiten:
  • Ausstellung im Erdgeschoss ebenerdig nutzbar
  • Gefahrenstellen vor den Ausstellungsobjekten gesichert

PKW-Stellplätze

  • Anzahl der ausgewiesenen Behindertenparkplätze in der Nähe des Eingangs 1
  • Kommentar Parkplatz im Hof (Kopfsteinpflaster), nach Absprache Parken vor dem Eingang möglich

Zugang und Wege Innenbereich

  • Zugang stufenlos
  • Durchgangsbreite der Eingangstür 87 cm
  • Durchgangsbreite der schmalsten aller sonstigen zu nutzenden Türen 87 cm
  • Durchgangsbreite der schmalsten aller sonstigen zu nutzenden Flure und Durchgänge 87 cm

Gästetoilette

  • Durchgangsbreite der schmalsten aller zu benutzenden Türen, Flure und Durchgänge 89 cm
  • Tür schlägt nicht in den Sanitärraum auf
  • Länge der Bewegungsfläche vor dem Waschtisch 119 cm
  • Tiefe der Unterfahrbarkeit des Waschtischs (in Höhe von 67 cm) 29 cm
  • Oberkante des Waschtischs (Armauflagefläche) vom Fußboden aus 89 cm
  • im Sitzen und Stehen einsehbarer Spiegel über dem Waschtisch
  • Länge der Bewegungsfläche vor dem WC-Becken 54 cm
  • Breite der Bewegungsfläche vor dem WC-Becken >150 cm
  • Länge der Bewegungsfläche links neben dem WC-Becken 84 cm
  • Breite der Bewegungsfläche links neben dem WC-Becken >150 cm
  • Haltegriffe neben dem WC rechts und links vorhanden
  • Höhe (Oberkante) der Haltegriffe 81 cm
  • Hinausragen der Haltegriffe über die WC-Beckenvorderkante 13 cm
  • linker Haltegriff hochklappbar und im hochgeklappten Zustand arretierbar
  • Sitzhöhe des WC-Beckens (Oberkante WC-Brille) 49 cm
  • kein Notruf vorhanden

Fachkompetenz/Service

  • Informationen über weitere barrierefreie Angebote in der Region können zur Verfügung gestellt werden.
  • Informationen zur barrierefreien An- und Abreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln können erteilt werden.
  • Transfer bzw. Abholung vom Bahnhof/ von der Bushaltestelle etc. ist möglich.
  • Es gibt Mitarbeiter im Betrieb, die für die Zielgruppe geschult sind.

Erhebung der Daten

  • Bei den hier dargestellten Daten handelt es sich um geprüfte Daten
  • Datum der Datenerhebung 04.02.2015
  • Erheber 1: Vorname Wolfgang
  • Erheber 1: Nachname Wippich
  • Erheber (Institution) Tourismusverband Niederlausitz e.V.

Informationen für Gäste mit Lernschwierigkeiten/ „geistiger Behinderung“ Informationen für Gäste mit Lernschwierigkeiten/ „geistiger Behinderung“

Kurz-Beschreibung

  • Die Ausstellung in der alten Fabrik geht über 2 Etagen.
  • Die Besucher können Schritt für Schritt sehen:  wie wird ein Tuch gemacht?
  • Die gefährlichen Stellen sind gesichert.

Gut zu wissen:

  • Ihnen wird alles in Ruhe erklärt und gezeigt. Sie können Fragen stellen.

Das können wir noch für Sie tun:

  • Möchten Sie Tipps haben für Ausflüge ohne Barrieren? Wir haben Ideen für Sie.
  • Kommen Sie mit dem Zug? Oder mit dem Bus? Wir haben Vorschläge für Sie.
  • Wir können Sie vom Bahn-Hof abholen. Oder von der Bus-Halte-Stelle. Oder wir können Ihnen einen Fahr-Dienst empfehlen.
  • Weitere Informationen:
    • Führungen werden nach den Wünschen der Gäste gemacht.
    • Es gibt keine Schau-Tafeln in Leichter Sprache.

Wer hat diese Informationen gesammelt? Und wann?

  • Experten haben geprüft: Sind die Informationen oben richtig?